{"id":1113,"date":"2019-09-01T15:41:29","date_gmt":"2019-09-01T13:41:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/?p=1113"},"modified":"2019-09-01T15:41:29","modified_gmt":"2019-09-01T13:41:29","slug":"rilke-und-die-wandlungen-des-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/?p=1113","title":{"rendered":"Rilke und die Wandlungen des Lebens"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Lyriker Rainer Maria Rilke hat in vielen Briefen an seinen Freund Kappus Themen vertieft. Wir zitieren heute einen Brief von ihm, in dem er die Sinnsuche, die Wendungen im Leben, die Bedeutung von Beziehungen, den Beginn etwas Neuem und den Abschluss etwas Altem&nbsp;beschreibt &#8211; Themen, derer sich die Kairologie intensiv widmet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heutige Mensch verliert immer mehr an Orientierung und ist daher verst\u00e4rkt auf der Sinnsuche. Je mehr Aufgaben und Herausforderungen ihm die Technik abnimmt, umso verst\u00e4rkter ist die Frage: &#8222;Was macht mich als Mensch noch aus?&#8220;. Rilke greift in seinem Brief die Unsicherheit und die Trauer auf dieser Suche auf. Eine gute Grundlage zur Erl\u00e4uterung des kairosgem\u00e4\u00dfen Einlassens entsprechend der aufgebauten Kr\u00e4fte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zitat<\/em> <em>Anfang<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borgeby g\u00e5rd, Fl\u00e4die, Schweden, am 12. August 1904 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An Franz Xaver Kappus&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein lieber Herr Kappus, <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich will wieder eine Weile zu Ihnen reden, lieber Herr Kappus, obwohl ich fast nichts sagen kann, was hilfreich ist, kaum etwas N\u00fctzliches. Sie haben viele und gro\u00dfe Traurigkeiten gehabt, die vor\u00fcbergingen. Und Sie sagen, da\u00df auch dieses Vor\u00fcbergehen schwer und verstimmend f\u00fcr Sie war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber, bitte, \u00fcberlegen Sie, ob diese gro\u00dfen Traurigkeiten nicht vielmehr mitten durch Sie durchgegangen sind? Ob nicht vieles in Ihnen sich verwandelt hat, ob Sie nicht irgendwo, an irgendeiner Stelle Ihres Wesens sich ver\u00e4ndert haben, w\u00e4hrend Sie traurig waren? Gef\u00e4hrlich und schlecht sind nur jene Traurigkeiten, die man unter die Leute tr\u00e4gt, um sie zu \u00fcbert\u00f6nen; wie Krankheiten, die oberfl\u00e4chlich und t\u00f6richt behandelt werden, treten sie nur zur\u00fcck und brechen nach einer kleinen Pause um so furchtbarer aus; und sammeln sich an im Innern und sind Leben, sind ungelebtes, verschm\u00e4htes, verlorenes Leben, an dem man sterben kann. W\u00e4re es uns m\u00f6glich, weiter zu sehen, als unser Wissen reicht, und noch ein wenig \u00fcber die Vorwerke unseres Ahnens hinaus, vielleicht w\u00fcrden wir dann unsere Traurigkeiten mit gr\u00f6\u00dferem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist, etwas Unbekanntes; unsere Gef\u00fchle verstummen in scheuer Befangenheit, alles in uns tritt zur\u00fcck, es entsteht eine Stille, und das Neue, das niemand kennt, steht mitten darin und schweigt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich glaube, da\u00df fast alle unsere Traurigkeiten Momente der Spannung sind, die wir als L\u00e4hmung empfinden, weil wir unsere befremdeten Gef\u00fchle nicht mehr leben h\u00f6ren. Weil wir mit dem Fremden, das bei uns eingetreten ist, allein sind, weil uns alles Vertraute und Gewohnte f\u00fcr einen Augenblick fortgenommen ist; weil wir mitten in einem \u00dcbergang stehen, wo wir nicht stehen bleiben k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darum geht die Traurigkeit auch vor\u00fcber: das Neue in uns, das Hinzugekommene, ist in unser Herz eingetreten, ist in seine innerste Kammer gegangen und ist auch dort nicht mehr, &#8211; ist schon im Blut. Und wir erfahren nicht, was es war. Man k\u00f6nnte uns leicht glauben machen, es sei nichts geschehen, und doch haben wir uns verwandelt, wie ein Haus sich verwandelt, in welches ein Gast eingetreten ist. <strong>Wir k\u00f6nnen nicht sagen, wer gekommen ist, wir werden es vielleicht nie wissen, aber es sprechen viele Anzeichen daf\u00fcr, da\u00df die Zukunft in solcher Weise in uns eintritt, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht.<\/strong> Und darum ist es so wichtig, einsam und aufmerksam zu sein, wenn man traurig ist: weil der scheinbar ereignislose und starre Augenblick, da unsere Zukunft uns betritt, dem Leben so viel n\u00e4her steht als jener andere laute und zuf\u00e4llige Zeitpunkt, da sie uns, wie von au\u00dfen her, geschieht. Je stiller, geduldiger und offener wir als Traurige sind, um so tiefer und um so unbeirrter geht das Neue in uns ein, um so besser erwerben wir es, um so mehr wird es unser Schicksal sein, und wir werden uns ihm, wenn es eines sp\u00e4teren Tages \u00abgeschieht\u00bb (das hei\u00dft: aus uns heraus zu den anderen tritt), im Innersten verwandt und nahe f\u00fchlen. Und das ist n\u00f6tig. Es ist n\u00f6tig <strong>und dahin wird nach und nach unsere Entwicklung gehen -, da\u00df uns nichts Fremdes widerfahre, sondern nur das, was uns seit langem geh\u00f6rt.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man hat schon so viele Bewegungs-Begriffe umdenken m\u00fcssen, man wird auch allm\u00e4hlich erkennen lernen, da\u00df das, was wir Schicksal nennen, aus den Menschen heraustritt, nicht von au\u00dfen her in sie hinein. Nur weil so viele ihre Schicksale, solange sie in ihnen lebten, nicht aufsaugten und in sich selbst verwandelten, erkannten sie nicht, was aus ihnen trat; es war ihnen so fremd, da\u00df sie, in ihrem wirren Schrecken, meinten, es m\u00fcsse gerade jetzt in sie eingegangen sein, denn sie beschworen, vorher nie \u00c4hnliches in sich gefunden zu haben. Wie man sich lange \u00fcber die Bewegung der Sonne get\u00e4uscht hat, so t\u00e4uscht man sich immer noch \u00fcber die Bewegung des Kommenden. Die Zukunft steht fest, lieber Herr Kappus, wir aber bewegen uns im unendlichen Raume. Wie sollten wir es nicht schwer haben? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn wir wieder von der Einsamkeit reden, so wird immer klarer, da\u00df das im Grunde nichts ist, was man w\u00e4hlen oder lassen kann. Wir sind einsam. Man kann sich dar\u00fcber t\u00e4uschen und tun, als w\u00e4re es nicht so. Das ist alles. Wieviel besser ist es aber, einzusehen, da\u00df wir es sind, ja geradezu, davon auszugehen. Da wird es freilich geschehen, da\u00df wir schwindeln; denn alle Punkte, worauf unser Auge zu ruhen pflegte, werden uns fortgenommen, es gibt nichts Nahes mehr, und alles Ferne ist unendlich fern. Wer aus seiner Stube, fast ohne Vorbereitung und \u00dcbergang, auf die H\u00f6he eines gro\u00dfen Gebirges gestellt w\u00fcrde, m\u00fc\u00dfte \u00c4hnliches f\u00fchlen: eine Unsicherheit ohnegleichen, ein Preisgegebensein an Namenloses w\u00fcrde ihn fast vernichten. Er w\u00fcrde vermeinen zu fallen oder sich hinausgeschleudert glauben in den Raum oder in tausend St\u00fccke auseinandergesprengt: welche ungeheure L\u00fcge m\u00fc\u00dfte sein Gehirn erfinden, um den Zustand seiner Sinne einzuholen und aufzukl\u00e4ren. So ver\u00e4ndern sich f\u00fcr den, der einsam wird, alle Entfernungen, alle Ma\u00dfe; von diesen Ver\u00e4nderungen gehen viele pl\u00f6tzlich vor sich, und wie bei jenem Mann auf dem Berggipfel entstehen dann ungew\u00f6hnliche Einbildungen und seltsame Empfindungen, die \u00fcber alles Ertr\u00e4gliche hinauszuwachsen scheinen. Aber es ist notwendig, da\u00df wir auch das erleben. Wir m\u00fcssen unser Dasein so weit,als es irgend geht, annehmen; alles, auch das Unerh\u00f6rte, mu\u00df darin m\u00f6glich sein. Das ist im Grunde der einzige Mut, den man von uns verlangt: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufkl\u00e4rbarsten, das uns begegnen kann. Da\u00df die Menschen in diesem Sinne feige waren, hat dem Leben unendlichen Schaden getan; die Erlebnisse, die man \u00abErscheinungen\u00bb nennt, die ganze sogenannte \u00abGeisterwelt\u00bb, der Tod, alle diese uns so anverwandten Dinge, sind durch die t\u00e4gliche Abwehr aus dem Leben so sehr hinausgedr\u00e4ngt worden, da\u00df die Sinne, mit denen wir sie fassen k\u00f6nnten, verk\u00fcmmert sind. Von Gott gar nicht zu reden. Aber die Angst vor dem Unaufkl\u00e4rbaren hat nicht allein das Dasein des einzelnen \u00e4rmer gemacht, auch die Beziehungen von Mensch zu Mensch sind durch sie beschr\u00e4nkt, gleichsam aus dem Flu\u00dfbett unendlicher M\u00f6glichkeiten herausgehoben worden auf eine brache Uferstelle, der nichts geschieht. Denn es ist nicht die Tr\u00e4gheit allein, welche macht, da\u00df die menschlichen Verh\u00e4ltnisse sich so uns\u00e4glich eint\u00f6nig und unerneut von Fall zu Fall wiederholen, es ist die Scheu vor irgendeinem neuen, nicht absehbaren Erlebnis, dem man sich nicht gewachsen glaubt. <strong>Aber nur wer auf alles gefa\u00dft ist, wer nichts, auch das R\u00e4tselhafteste nicht, ausschlie\u00dft, wird die Beziehung zu einem andren als etwas Lebendiges leben und wird selbst sein eigenes Dasein aussch\u00f6pfen.<\/strong> Denn wie wir dieses Dasein des einzelnen als einen gr\u00f6\u00dferen oder kleineren Raum denken, so zeigt sich, da\u00df die meisten nur eine Ecke ihres Raumes kennen lernen, einen Fensterplatz, einen Streifen, auf dem sie auf und nieder gehen. So haben sie eine gewisse Sicherheit. Und doch ist jene gefahrvolle Unsicherheit so viel menschlicher, welche die Gefangenen in den Geschichten Poes dr\u00e4ngt, die Formen ihrer f\u00fcrchterlichen Kerker abzutasten und den uns\u00e4glichen Schrecken ihres Aufenthaltes nicht fremd zu sein. Wir aber sind nicht Gefangene. Nicht Fallen und Schlingen sind um uns aufgestellt, und es gibt nichts, was uns \u00e4ngstigen oder qu\u00e4len sollte. Wir sind ins Leben gesetzt, als in das Element, dem wir am meisten entsprechen, und wir sind \u00fcberdies durch jahrtausendelange Anpassung diesem Leben so \u00e4hnlich geworden, da\u00df wir, wenn wir stille halten, durch ein gl\u00fcckliches Mimikry von allem, was uns umgibt, kaum zu unterscheiden sind. Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Mi\u00dftrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns. Hat sie Schrecken, so sind es unsere Schrecken, hat sie Abgr\u00fcnde, so geh\u00f6ren diese Abgr\u00fcnde uns, sind Gefahren da, so m\u00fcssen wir versuchen, sie zu lieben. Und wenn wir nur unser Leben nach jenem Grundsatz einrichten, der uns r\u00e4t, da\u00df wir uns immer an das Schwere halten m\u00fcssen, so wird das, welches uns jetzt noch als das Fremdeste erscheint, unser Vertrautestes und Treuestes werden. Wie sollten wir jener alten Mythen vergessen k\u00f6nnen, die am Anfange aller V\u00f6lker stehen, der Mythen von den Drachen, die sich im \u00e4u\u00dfersten Augenblick in Prinzessinnen verwandeln; vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal sch\u00f6n und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da d\u00fcrfen Sie, lieber Herr Kappus, nicht erschrecken, wenn eine Traurigkeit vor Ihnen sich aufhebt, so gro\u00df, wie Sie noch keine gesehen haben; wenn eine Unruhe, wie Licht und Wolkenschatten, \u00fcber Ihre H\u00e4nde geht und \u00fcber all Ihr Tun. Sie m\u00fcssen denken, da\u00df etwas an Ihnen geschieht, da\u00df das Leben Sie nicht vergessen hat, da\u00df es Sie in der Hand h\u00e4lt; es wird Sie nicht fallen lassen. Warum wollen Sie irgendeine Schwermut von Ihrem Leben ausschlie\u00dfen, da Sie doch nicht wissen, was diese Zust\u00e4nde an Ihnen arbeiten? Warum wollen Sie sich mit der Frage verfolgen, woher das alles kommen mag und wohin es will? Da Sie doch wissen da\u00df sie in den \u00dcberg\u00e4ngen sind, und nichts so sehr w\u00fcnschten, als sich zu verwandeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn etwas von Ihren Vorg\u00e4ngen krankhaft ist, so bedenken Sie doch, da\u00df die Krankheit das Mittel ist, mit dem ein Organismus sich von Fremdem befreit; da mu\u00df man ihm nur helfen, krank zu sein, seine ganze Krankheit zu haben und auszubrechen, denn das ist sein Fortschritt. In Ihnen, lieber Herr Kappus, geschieht jetzt so viel; Sie m\u00fcssen geduldig sein wie ein Kranker und zuversichtlich wie ein Genesender; denn vielleicht sind Sie beides. Und mehr: Sie sind auch der Arzt, der sich zu \u00fcberwachen hat. Aber da gibt es in jeder Krankheit viele Tage da der Arzt nichts tun kann als abwarten. Und das ist es, was Sie, soweit Sie Ihr Arzt sind, jetzt vor allem tun m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beobachten Sie sich nicht zu sehr. Ziehen Sie nicht zu schnelle Schl\u00fcsse aus dem, was Ihnen geschieht; lassen Sie es sich einfach geschehen. Sie kommen sonst zu leicht dazu, mit Vorw\u00fcrfen (das hei\u00dft: moralisch) auf Ihre Vergangenheit zu schauen, die nat\u00fcrlich an allem, was Ihnen jetzt begegnet, mitbeteiligt ist. Was aus den Irrungen, W\u00fcnschen und Sehns\u00fcchten Ihrer Knabenzeit in Ihnen wirkt, ist aber nicht das, was Sie erinnern und verurteilen. Die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Verh\u00e4ltnisse einer einsamen und hilflosen Kindheit sind so schwer, so kompliziert, so vielen Einfl\u00fcssen preisgegeben und zugleich so ausgel\u00f6st aus allen wirklichen Lebenszusammenh\u00e4ngen, da\u00df, wo ein Laster in sie eintritt, man es nicht ohne weiteres Laster nennen darf. Man mu\u00df \u00fcberhaupt mit den Namen so vorsichtig sein; es ist so oft der Name eines Verbrechens, an dem ein Leben zerbricht, nicht die namenlose und pers\u00f6nliche Handlung selbst, die vielleicht eine ganz bestimme Notwendigkeit dieses Lebens war und von ihm ohne M\u00fche aufgenommen werden k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Kraft-Verbrauch scheint Ihnen nur deshalb so gro\u00df, weil Sie den Sieg \u00fcbersch\u00e4tzen; nicht er ist das \u00abGro\u00dfe\u00bb, das Sie meinen geleistet zu haben, obwohl Sie recht haben mit Ihrem Gef\u00fchl; das Gro\u00dfe ist, da\u00df schon etwas da war, was Sie an Stelle jenes Betruges setzen durften, etwas Wahres und Wirkliches. Ohne dieses w\u00e4re auch Ihr Sie nur eine moralische Reaktion gewesen, ohne weite Bedeutung, so aber ist er ein Abschnitt Ihres Lebens geworden. Ihres Lebens, lieber Herr Kappus, an das ich mit so vielen W\u00fcnschen denke. Erinnern Sie sich, wie sich dieses Leben aus der Kindheit heraus nach dem \u00abGro\u00dfen\u00bb gesehnt hat? Ich sehe, wie es sich jetzt von den Gro\u00dfen fort nach den Gr\u00f6\u00dferen sehnt. Darum h\u00f6rt es nicht auf, schwer zu sein, aber darum wird es auch nicht aufh\u00f6ren zu wachsen. Und wenn ich Ihnen noch eines sagen soll, so ist es dies: Glauben Sie nicht, da\u00df der, welcher Sie zu tr\u00f6sten versucht, m\u00fchelos unter den einfachen und stillen Worten lebt, die Ihnen manchmal wohltun. Sein Leben hat viel M\u00fchsal und Traurigkeit und bleibt weit hinter Ihnen zur\u00fcck. W\u00e4re es aber anders, so h\u00e4tte er jene Worte nie finden k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr: Rainer Maria Rilke <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zitat Ende<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: http:\/\/www.rilke.de\/briefe\/120804.htm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lyriker Rainer Maria Rilke hat in vielen Briefen an  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1115,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[177,52,9,274,273,275,7,135,276],"class_list":["post-1113","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","tag-dgfk","tag-dr-karl-hofmann","tag-kairologie","tag-kairologische-lebensphase","tag-kairologische-persoenlichkeitsanalyse","tag-kairologische-selbstentfaltung","tag-kairos","tag-kairosgesellschaft","tag-rainer-maria-rilke"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1113"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1116,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1113\/revisions\/1116"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kairosgesellschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}