In Statu Nascendi – eine kleine Spielerei mit ernstem Hintergrund

Angeregt durch das nowcasting des Robert-Koch-Instituts, kreierte Dr. Karl Hofmann bei einer Webkonferenz der DGfK einen neuen Begriff: human nowcasting.
Nowcasting ist die Einschätzung von Daten neben reinen Fach-Fakten. Ökonomen gehen dabei auch auf andere Ebenen wie z.B. Suchanfragen im Internet, Flugbewegungen, Stromverbrauch, um volkswirtschaftliche Veränderungen frühzeitig einschätzen zu können.
Mit Google lässt sich gutes nowcasting machen, denn die nächste Grippewelle kann nicht nur aufgrund der Jahreszeit und früherer Erfahrungswerte berechnet werden. Dass sie beginnt, lässt sich auch aus der steigenden Zahl von Suchanfragen nach Grippethemen erschließen.
 
Gemeinsam ist beiden Arten von casting, dass die Veränderung immer geschieht, bevor man äußerlich etwas bemerken kann.
Der Unterschied vom herkömmlichen nowcasting zum kairologischen human nowcasting ist der, dass  sich human nowcasting auf die inneren Prozesse des Menschen konzentriert, insbesondere auf den status nascendi, den Zeitpunkt des „Geboren werdens“, in dem der erste Impuls kam. Die äußeren Prozesse sind lediglich die Anhaltspunkte, um etwas voranzutreiben.
 
In Beratungsgesprächen ist  somit unbedingt zu berücksichtigen, wann der wirkliche Prozess der Bedeutungsänderung begonnen hat.  
Wann kam der Impuls zu heiraten, Kinder zu bekommen, für die Berufswahl, für die Selbständigkeit, für den Stellenwechsel? Zwischen Impuls und Ausführung liegt oftmals ein langer Zeitraum.
Umso wichtiger ist es, nach dem Zeitpunkt des Impulses zu fragen, um daraus in der Kairos-Beratung die richtigen Schlüsse ziehen zu können.

 

 In Statu Nascendi – eine kleine Spielerei mit ernstem Hintergrund