Kairos Wochenimpuls 46

„Body of Knowledge“
Auf dem Campus der Universität Frankfurt /M. steht die begehbare Skulptur des ‚Body of Knowledge‘, geschaffen vom spanischen Künstler Jaume Plensa.
Die Skulptur ist 8 m hoch und wiegt 4 Tonnen. Sie zeigt eine sitzende Figur, die mit den Armen die Beine umschlingt.
Der Blick ist geradeaus gerichtet, vermutlich, denn sie hat kein Gesicht. Man kann nur aus ihrer Kopfhaltung schließen, wohin der Blick schweift.
Das Besondere an dieser Skulptur ist, sie ist total durchlässig und luftig.
Ihre Form besteht aus den Buchstaben von 8 Alphabeten.
Gesprochen wäre das ein großes Durcheinander. In der Skulptur nebeneinander fixiert ergibt sich durchaus eine schöne Form.
Man könnte nun erheiternd sagen, dass die Teilnehmer in den Kairos-Ausbildungen auch zuerst ein großes Durcheinander empfinden von all den Fachausdrücken, Zahlen, Berechnungen. Aber wenn sie es dann in ihrem Gehirn so peu à peu einsortiert und verinnerlicht, also ‚fixiert‘ haben, dann erkennen auch sie die Großartigkeit und die ‚schöne Form‘ der Kairologie.
Dann begreifen Sie, was für ein kostbares Wissen sie sich angeeignet haben.
Wir brauchen öfter im Leben erst eine ‚Fixierung‘, um das, was dahintersteckt, zu erkennen.
Oft sind wir blind für das Naheliegende oder zu verstockt, um Kostbarkeiten zu entdecken. – Auch die in uns drinnen.
Zum Glück können wir dann auf den Kairos zurückgreifen und am Ende vielleicht sogar selbst zu einem wirklichen ‚Body of Knowledge‘ werden.
Haben Sie eine schöne, erkenntnisreiche Woche.
Text: Christina Broda
Foto: Ulf Weiland
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